Allgemeines
Sobald eine Person gerettet ist, wissen wir, dass sie für immer gerettet ist.
Die Bibel sagt in Johannes 10 Vers 28:
"und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht verlorengehen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen."
Was für ein Segen ist es, zu wissen, dass wir unsere Errettung niemals verlieren können. Aber nun, da Sie gerettet sind, was ist Gottes Plan für Ihr Leben? Die Bibel lehrt, dass wir zusätzlich zu unserer Errettung auch ein Jünger Jesu Christi werden können. Dies ist eine wunderbare Sache – oft herausfordernd, aber die Belohnungen werden groß sein. Was also gehört dazu, ein Jünger Jesu zu werden?
1. Eine legitime Gemeinde finden
Eine Kirche, heute auch oft Gemeinde genannt, ist eine örtliche Versammlung von Gläubigen unter der Autorität eines Aufsehers, welcher auch als Ältester oder Hirte (lateinisch Pastor) bezeichnet wird. Nun ist nicht alles, was sich da draußen Kirche oder Gemeinde nennt, auch automatisch biblisch. Die Bibel warnt uns vor falschen Propheten und lehrt, dass es viele Leute gibt, welche sich selbst für eifrige Christen halten, aber noch nicht einmal gerettet sind. (2. Pet 2:1, Mat 7:21–23)
Wir sehen beispielsweise bei den Ungeretteten in Matthäus 7:21–23, dass sie auf ihre eigenen vermeintlich christlichen Werke zur Errettung vertrauten, statt den Willen des Vaters zu tun und an den Sohn als ihren Retter zu glauben. (Joh 6:39-40) Damit es sich bei einer Gemeinde tatsächlich um eine Versammlung von Gläubigen, also geretteten Christen, handelt, ist daher entscheidend, dass diese das richtige Evangelium lehrt. Das bedeutet, dass sie lehrt, dass die Errettung allein durch den Glauben an den Herrn Jesus Christus geschieht und dass man seine Errettung nicht wieder verlieren kann. Wenn eine Gemeinde zum Beispiel lehrt, dass jemand Sakramente vollbringen, von Sünden umkehren oder versuchen muss, ein besseres Leben zu führen, um gerettet zu werden, dann sind diese Leute nicht gerettet. Solche Leute vertrauen auf ihre eigenen Werke und haben nicht verstanden, dass ewiges Leben ein Geschenk ist und sich nicht irgendwie verdienen lässt. (Eph 2:8-9, Röm 6:23) Wenn eine Gemeinde lehrt, dass ein Gläubiger seine Errettung wieder verlieren, also doch noch irgendwie verloren gehen könnte, leugnet diese folglich, dass ein Gläubiger jetzt schon ewiges Leben hat. Solche Leute, auch wenn sie es selbst vielleicht behaupten würden, glauben gemäß 1. Johannes 5:10-12 nicht an den Herrn Jesus Christus, da sie nicht dem Zeugnis glauben, das Gott von seinem Sohn abgelegt hat. Sie sind also gar nicht gerettet. Eine gute Predigt zu dem Thema findet man hier.
Der Pastor einer Gemeinde muss, neben dem Fakt, dass er gerettet ist, auch weitere Kriterien erfüllen. Zum Beispiel lehrt die Bibel, dass er Mann einer Frau sein und Kinder haben muss. Qualifikationen für einen solchen Dienst finden sich in 1. Timotheus 3:1-7 und Titus 1:5-9.
Eine Gemeinde muss außerdem die richtige Bibelübersetzung verwenden. Für Deutschsprachige ist das die Schlachter 2000 Übersetzung. Weniger gut, aber auch noch in Ordnung wären andere Textus Receptus Übersetzungen, wie die Luther 1912, Luther 1998 TBS oder Luther21. Die Bibel ist das Fundament unseres Glaubens und unsere höchste Autorität in allen Fragen der Wahrheit. Aus einer schlechten oder gar komplett verfälschten Bibelübersetzung wür­den wir mitunter einen Haufen Lügen und Falschinformationen lernen.
Zuletzt sollte man darauf achten, dass die Gemeinde eine Art Evangelisationsprogramm hat, welches das Ziel hat, Verlorenen das Evangelium zu verkünden. Falls die Gemeinde kein entsprechendes Programm hat, könnte man den Pastor fragen, ob er bereit wäre, ein solches zu starten.
2. Getauft werden
Als Taufe übersetzen wir im Deutschen das griechische Wort βάπτισμα (báptisma), das vom Verb βαπτίζω (baptízō) stammt und unter anderem so viel wie „eintauchen“ oder „untertauchen“ bedeutet. Es ist der Akt, bei dem ein Gläubiger vollständig ins Wasser eingetaucht wird, als Symbol für den Tod, das Begräbnis und die Auferstehung Jesu Christi. Die Taufe zeigt die Identifikation des Gläubigen mit dem Opfer Christi und sein Bekenntnis, in einem neuen Leben zu wandeln. (Röm 6:4) Mitunter deshalb geschieht Sie auch erst, nachdem jemand zum Glauben gekommen ist. (Apg 8:36–37) Wenn eine Person als Säugling besprenkelt wurde oder getauft wurde, bevor sie gerettet wurde, dann muss diese Person sich nach ihrer Errettung noch einmal richtig taufen lassen. Falls dies ungewöhnlich erscheinen mag, Apostelgeschichte 19:1–5 zeigt ein klares Beispiel für eine solche Situation. Dort waren Personen zunächst fehlerhaft getauft worden und ließen sich nochmal richtig taufen.
3.1 An die richtige Bibel gelangen
Viele Verse des hebräischen Alten Testaments werden im griechischen Neuen Testament übersetzt zitiert, was uns zeigt, dass Gottes Wort nicht auf eine bestimmte Sprache begrenzt ist. Nun betont die Bibel immer wieder die Wichtigkeit der genauen Worte Gottes und es gibt massive Unterschiede zwischen dem, was sich da draußen Bibelübersetzung nennt. Betrachtet man beispielsweise nur die Verszählung der Lutherübersetzungen, so stellt man fest, dass viele Verse, welche in den Ausgaben von 1545 oder 1912 noch enthalten sind, in späteren Ausgaben von 1984 und 2017 vollständig fehlen. (Mat 17:21, Mat 18:11, Mat 23:14, Mrk 7:16, Mrk 9:44, Mrk 9:46, Mrk 11:26, Mrk 15:28, Luk 17:36, Lk 23:17, Joh 5:4, Apg 8:37, Apg 15:34; Apg 24:7; Apg 28:29, Römer 16:24). Wie nun kommt es zu sowas?
Bis ins Jahr 1881 basierten nahezu alle bekannten Übersetzungen des Neuen Testaments auf griechischen Texten, die aus byzantinischen Handschriften hervorgingen, wie dem Textus Receptus. Dies begann sich zu ändern, als man Mitte des 19. Jahrhunderts, einige zuvor unbekannte oder unzugängliche Handschriften entdeckte, welche ihren Ursprung in Ägypten haben. Jene ägyptischen Handschriften, wie bsp. Codex Sinaiticus, werden älter datiert, als die bis dahin bekannten byzantinischen Handschriften und widersprechen diesen an tausenden Stellen. Sie bilden die Grundlage heutiger griechischer Texte, wie dem Nestle-Aland-Text, auf welchem die meisten modernen Bibelübersetzungen basieren. Unter anderem deshalb sind diese Übersetzungen auch so anders als beispielsweise eine, auf dem Textus Receptus basierende Schlachter 2000 Übersetzung. So werden neben oben genannten ganzen Versen, auch Teile von Versen entfernt, bsp. in Luk 4:4, Mat 25:13, Luk 11:2, Röm 8:1. Es werden außerdem wichtige Lehren angegriffen, wie beispielsweise die Gottheit und Sohnschaft Jesu in 1Ti 3:16, Jo 6:69, Luk 2:33, Joh 1:27, Römer 14:10, Eph 3:9, die Dreieinigkeit in 1Jo 5:7, Off 14:1, Joh 5:30 oder Errettung in Joh 6:47, Röm 11:6, 1Pe2:2, Joh 2:2, Röm 9:32, Mrk 10:24. Moderne Nestle Aland Übersetzungen machen Jesus auch zu einem Lügner in Joh 7:8-10, indem sie das "noch" von "noch nicht" weglassen.
Nun heißt es in Psalm 12:8: "Die Worte des Herrn sind reine Worte, in irdenem Tiegel geschmolzenes Silber, siebenmal geläutert. Du, o Herr, wirst sie bewahren, wirst sie behüten vor diesem Geschlecht ewiglich!" und Jesus sagte auch, als er auf dieser Erde war: "Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.". Es ist also eine inhärente Eigenschaft von Gottes Wort, dass es uns bewahrt bleibt und nicht irgendwie zerstört werden oder verloren gehen kann. Wenn also auf einmal irgendwelche inhaltlich anderen Handschriften auftauchen, die für Jahrhunderte verschollen oder unzugänglich waren, können wir uns sicher sein, dass es dabei nicht um Gottes Wort handelt, sie wären uns sonst bewahrt geblieben. Wir Christen sollten also jene später gefundenen ägyptischen Handschriften ganz einfach verwerfen, ebenso all die korrupten falschen Bibelübersetzungen, welche darauf aufbauen, wie eine Luther1984, Luther2017, Elberfelder, die Einheitsübersetzungen, Hoffnung für alle, Neue Genfer, BasisBibel et cetera.
Für Deutschsprachige empfiehlt es sich, die Schlachter 2000 Übersetzung zuzulegen. Dies ist die aktuell beste deutsche Bibelübersetzung, da sie aus den richtigen Urtexten (Textus Receptus, Masoretischer Text) übersetzt und dabei die wenigsten Übersetzungsfehler aufweist. Wer des Englischen gut mächtig ist, für den empfiehlt es sich auch, eine King James Version Bibel zuzulegen. Dies ist eine tatsächlich fehlerfreie Übersetzung der Bibel ins Englische. Ein guter Dokumentarfilm dazu findet sich hier. Man sollte zuletzt darauf achten, an eine Bibel ohne Parallelstellen, Kommentare, Studienanmerkungen etc. zu gelangen. Was man lesen will, ist das reine Wort Gottes.
3.2 Bibel lesen
Sobald man eine korrekte Bibel erlangt hat, ist eine persönliche Empfehlung die folgende: Lesen Sie zuerst das Evangelium nach Johannes, anschließend die ganze Bibel von Anfang bis Ende. Indem man täglich vier Kapitel der Bibel liest, kann man die Bibel in weniger als einem Jahr einmal komplett durchgelesen. Wenn Fragen aufkommen, sollte man nicht verzweifeln und einfach weiterlesen. Viele Fragen werden sich mit der Zeit und durch weiteres Lesen der Bibel von selbst klären.
4. Seelengewinnen
Als Seelengewinnen (abgeleitet von Sprüche 11,30) bezeichnen wir es, wenn eine gerettete Person, einer Ungeretteten Person das Evangelium erklärt und diese Person dadurch für den Herrn gewinnt.
Nun wissen wir, dass die Errettung durch Glauben geschieht, aber was bewegt eine Person dazu zu glauben? Gemäß Römer 10 ist der Glaube die Folge davon, dass jemand das Wort Gottes von einer anderen Person verkündet bekommt und es annimmt. Daher ist es unsere Aufgabe als Seelengewinner, einer ungeretteten Person das Evangelium aus dem Wort Gottes zu verkünden und ihr so die Gelegenheit zu geben, gerettet zu werden. Ein Beispiel dafür, wie Seelengewinnen aussehen kann, findet man hier. Eine gute Erklärung auf Englisch, wie man Seelengewinnung wirksam betreibt, findet man hier.